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Stellungnahme des Bundesverbandes Deutscher Studentischer Unternehmensberatungen e. V. (BDSU) an das brand eins Magazin, Thema „Unternehmensberater“ zum Artikel „Wissens-Quelle“24. Juni 2015

BONN. Das brand eins Magazin veröffentlichte in seinem Themen-Magazin „Unternehmensberater“ kürzlich den Artikel „Wissens-Quelle“ und berichtet darin über das Konzept der Studentischen Unternehmensberatung anhand der Unternehmensberatung OSCAR. Der Bundesverband Deutscher Studentischer Unternehmensberatungen e. V. (BDSU) vertritt deutschlandweit die Interessen von 32 Stundentischen Unternehmensberatungen und somit über 2200 engagierten Studentischen Beratern. Über die Grenzen des Verbandes hinweg repräsentiert der BDSU das Konzept der Studentischen Unternehmensberatung und widerspricht in vielerlei Hinsicht dem Konzept und der Idee von OSCAR.

Das Geschäftsmodell ist keineswegs einzigartig in Deutschland, neben dem BDSU als Interessenvertretung von 32 Studentischen Unternehmensberatungen vertritt das JCNetwork als weiterer Dachverband 25 Initiativen. Zahlreiche freie Studentische Unternehmensberatungen haben sich zudem in der Vergangenheit gebildet. Die Idee der Studentischen Unternehmensberatung boomt seit der Entstehung in den 1960ern in Frankreich. Die dort gebildeten Junior Enterprises (JE) boten Studierenden die Möglichkeit, während des Studiums praktische Erfahrungen zu sammeln und ihr Hochschulwissen in Projekten mit Unternehmen anzuwenden. Die Idee schlägt seit den 80ern in Deutschland ihre Wurzeln und seit 1992 verbindet der Dachverband BDSU die Interessen einer Vielzahl dieser studentischen Initiativen und vertritt diese gegenüber Wirtschaft und Politik. Die Studierenden arbeiten nicht Vollzeit, individuelle Arbeitszeiten ermöglichen es ihnen, ihr ehrenamtliches Engagement in ihren universitären Stundenplan zu integrieren. Das Studium muss für die Tätigkeit nicht unterbrochen werden und die Berater können so deutlich länger als nur vier Monate als Studentische Berater mit kleinen, mittelständischen Unternehmen aber auch Großkonzernen zusammenarbeiten.

Die in Vereinen organisierten Unternehmensberatungen stehen Studierenden aller Fachrichtungen offen, einige bevorzugen eine Vorauswahl durch Assessment-Center und umfassende Bewerbungsverfahren, andere hingegen geben Interessierten mithilfe von regelmäßigen Informationsveranstaltungen die Möglichkeit, sich über das Konzept zu informieren. Die anschließenden hochwertigen Mitgliedsaufnahme-Verfahren sind jedoch für alle Mitgliedsinitiativen im BDSU Vorschrift. Ein Anwärter muss vor seiner Aufnahme zum Vereinsmitglied wichtige Kriterien erfüllen und Kompetenzen vorweisen. Letztere werden ihm durch Schulungen in den Bereichen Präsentationstechniken, Projektmanagement, externem Auftreten, Konfliktmanagement, Risikomanagement und Dokumentation vermittelt. Begleitet werden die Schulungen von zahlreichen praktischen Übungen und einer Weiterbildung in den rechtlichen Grundlagen, unter ihnen Grundlagen des Gesellschaftsrecht, Vereinsrecht und Projektabwicklung. Im Gegensatz zu OSCAR werden die Berater nicht „ins kalte Wasser geworfen“.

Erfahrene Mitglieder und externe Kooperationspartner schulen die Anwärter bevor sie Mitglied werden können. Unterstützt werden die Studentischen Initiativen dabei auch von der BDSU TrainerAkademie. Praktisches Wissen und Erfahrungswerte sind den jungen Beratern zudem über Alumni-Netzwerke, die Zusammenarbeit mit Professoren und den vereinszugehörigen Beiräten zugänglich.

Die Anwärter müssen ein erstes Projekt mit konzeptionellem Anteil abgeschlossen haben. Dies kann entweder in einem vereinsinternen Projekt oder in einem Projekt mit einem externen Partner stattfinden. Projektleiter in einem externen Projekt darf nur sein, wer bereits Projekterfahrung gesammelt hat. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Qualitätsstandards ist die Überprüfung der externen Projekte durch eine Kontrollinstanz. Das Projektcontrolling erfolgt in Form von dauerhafter Kommunikation mit dem Projektleiter, Feedback bei der Erstellung von Dokumenten, der Überwachung des Projektplans und der internen Kommunikation. Mit Abschluss eines externen Projektes erfolgt die Kundenevaluation. Die Kundenzufriedenheit wird eingeholt und somit die kontinuierliche Verbesserung der Beratungsleistung gesichert. All diese Kriterien und der Projektrahmen sind durch die BDSU Qualitätsmanagement Geschäftsordnung vorgeschrieben und bindend für die Mitgliedsinitiativen. Um die Standards der Mitgliedsaufnahmen und die BDSU-Qualitätsrichtlinien zu sichern und somit das Qualitätssiegel des BDSU zu wahren, führt der BDSU jährlich ein Qualitätsmanagement Audit bei allen Mitgliedsinitiativen durch.

Innerhalb der Studentischen Unternehmensberatungen gibt es vielfältige Formen der Unterstützung, Studierende haben ausreichend Zeit sich einzuarbeiten und immer erfahrene Berater zur Seite, die einem alles zeigen – ein deutlicher Unterschied zu OSCAR.  Neben der externen Arbeit mit Unternehmen haben die Studierenden auch die Möglichkeit sich innerhalb des Vereins und des Verbandes zu engagieren, sie können wichtige Soft Skills erlernen, sich in der Teamarbeit üben und selbst Führungspositionen besetzen. Ein nachhaltiges Wissensmanagement ermöglicht es ihnen, ihr Wissen über Generationen hinweg aufrecht zu erhalten und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

BDSU-QM-Siegel_(c) BDSUMatthias Hellmann, Vorstand Qualitätsmanagement des BDSU, über das Qualitätssiegel: „Beim BDSU spielt nicht nur der gemeinsame Austausch im Netzwerk eine große Rolle, es wird auch die qualitative Beraterleistung von den Studentischen Unternehmensberatungen gefordert und gefördert. Diese Qualität wird durch ein jährliches Audit in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Projektarbeit, Wissensmanagement und Vereinsführung sichergestellt. Jedes Jahr werden alle Initiativen im Rahmen des Audits überprüft. Wer dieses Audit nicht besteht, ist ein Kandidat für das Ausschlussverfahren aus dem Verband. So wird sichergestellt, dass die Vorgaben des BDSU eingehalten und angewendet werden. Das unterscheidet die Mitglieder des BDSU von anderen Initiativen in Deutschland, denn solche Anforderungen an eine Mitgliedschaft, werden für gewöhnlich nicht gestellt. Es ist somit ein weiterer Grund, bevorzugt die Mitglieder des BDSU mit Projekten zu beauftragen.“



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